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Roomtour Wohnmobil: Das ist unser neues Zuhause auf Reisen.

18/09/2019

Tschüss geliebtes Hotel California – hallo Wohnmobil! Wieso wir VW Bus gegen „Raumschiff“ eingetauscht haben, wie wir uns damit fühlen, wie die erste Reise damit ist und vor allem wie wir unser neues Zuhause eingerichtet haben, zeige ich euch in diesem Beitrag!

Roomtour Wohnmobil: Das ist unser neues Zuhause auf Reisen

Vom Bus zum Wohnmobil

Unseren geliebten VW California kennt ihr ja schon aus diversen Urlauben – insgesamt 9 Jahre lang hat er uns die schönsten Abenteuer überhaupt beschert. Irgendwann will ich übrigens noch (m)eine Liste erstellen, wo wir überall damit waren – denn das war wirklich viel! So sehr wir den Bus auch in unser Herz geschlossen haben – wir wussten, dass es irgendwann mal Zeit für ein Wohnmobil wird. Wir dachten aber, dass es mit einem Baby noch super gehen müsste – immerhin ist das ja so schön klein. Tja – was uns irgendwie nicht ganz bewusst war, war die Tatsache, dass so ein kleines Baby immens viel Zeug und somit Platz braucht – den wir im Bus einfach nicht hatten. Kinderwagen, Babyschale, Hochstuhl (ich weiß, der ist ein Luxusobjekt – aber damit ist es soooo toll!) und und und… Wenn einer oder beide Elternteile dann auch noch Kitesurfer sind und selbst unfassbar viel Zeugs benötigen (Kites, Boards, Trapeze, Neoprenanzüge usw), dann sprengt das fast den Bus. Vor unserem großen Spätsommer-Roadtrip wollte ich unbedingt noch ein Probe-Wochenende machen, weshalb wir mit dem VW Bus ein paar Tage nach Podersdorf gefahren sind. Vielleicht habt ihr es damals ja auf Instagram mitbekommen – es hat sowas von überhaupt nicht funktioniert. Matthias wollte aber unbedingt noch einen letzten Urlaub im Hotel California verbringen, um sich „emotional davon verabschieden zu können“. Ich wusste nur, dass das für mich der Horrortrip schlechthin werden würde…

Dass wir nächstes Jahr ein Wohnmobil kaufen möchten, stand für uns fest, deshalb willigte ich in den letzten Urlaub im Bus ein… Matthias hat sich aber dennoch schon mal über Wohnmobile informiert, da die scheinbar im Herbst günstiger sind als im Frühjahr. Eigentlich wollte er ja wirklich „nur mal schauen“ bzw. reinfühlen, was wir denn so alles brauchen. Eine große Heckgarage, ein Querbett (damit Marlene zumindest auf einer Seite nicht rauspurzeln kann), ein Hubbett, Dusche und WC in einem (das war uns besonders wichtig, da wir die Innendusche ohnehin nie verwenden und das unnötig Platz wegnimmt). Wir wollten ein teilintegriertes Wohnmobil, da diese im Vergleich zu Modellen mit Alkoven weniger Verbrauch und ein besseres Fahrgefühl haben sowie besser zum Warten sind (sagt der Mann). Und wies das Schicksal so wollte, war dann tatsächlich genau DAS Wohnmobil dabei, das alle unsere Ansprüche erfüllte. Gemeinsam mit meinem Papa ist Matthias extra 1200 Kilometer nach Deutschland zur Besichtigung gefahren – und hat es kurzerhand gekauft. Da wir noch ein paar Änderungen machen lassen wollten (Außendusche, Markise, Solaranlage), konnten sie es nicht gleich mitnehmen und wir mussten noch ein bisschen darauf warten. Unseren Urlaub hatten wir vom Termin her fix geplant, aber wir wussten, dass es extrem knapp werden würde und hätten ihn im schlimmsten Fall noch etwas nach hinten verschoben. Aber wie ihr ja schon wisst – es ist sich alles pipifein ausgegangen und wir verbringen gerade unseren bisher schönsten Campingurlaub auf Sardinien.

Das Abenteuer Wohnmobil geht los

Zum Glück wurde unser Wohnmobil früher fertig als angenommen – denn Hallelujah, mir war echt nicht bewusst, wie unfassbar lange es dauert, um das Ganze fix fertig einzuräumen. Im Endeffekt ist es ja, als würde man eine kleine Wohnung neu ausstatten, weshalb ich in der Woche vorm Urlaub bei Ikea & Co war und zum Schluss nur mehr im Kreis gelaufen bin. Aber der Stress hat sich gelohnt – es ist so perfekt eingeräumt! Wir haben sogar noch total viel Platz übrig – nach 3 Tagen auf Reisen habe ich noch einen ganzen Kasten entdeckt, den ich beim Einräumen irgendwie übersehen habe.

Habt ihr Lust auf eine kleine Roomtour durch unser neues Wohnmobil? Los gehts…

Küche | Esszimmer

Die Küche ist so praktisch! Wir haben drei Gas-Herdplatten, eine große Abwasch, einen riesengroßen Kühlschrank mit Gefrierfach (perfekt um Marlenes vorgekochten Babybrei mitzunehmen) sowie hunderttausend Fächer zum Verstauen.

Die Sitzgruppe ist total bequem und für insgesamt 5 Personen (so viele dürften im Wohnmobil mitfahren) ausgelegt. Es könnte sogar vorne noch eine fünfte Person schlafen, wenn man den Vordersitz nach unten stellt und die Sitzpolster statt des Tisches verwendet (kann man irgendwie umbauen, haben wir allerdings noch nicht probiert).

Schlafzimmer

Wie oben schon erwähnt, war es uns wichtig, dass das Wohnmobil ein Querbett hat – beim Längsbett wäre rechts und links noch ein Spalt, in den das Baby bzw. Kind purzeln könnte. Außerdem nimmt es unnötig Platz weg. Das Querbett ist so groß, dass wir eigentlich zu dritt mit Marlene schlafen könnten, wenn es sein müsste. Das kleine Strizzimädchen streckt sich beim Schlafen aber immer so aus, weshalb immer nur einer bei ihr liegt. Beim Schlafengehen bins ich, nach dem ersten (und momentan einzigen!!) Stillen gegen 3 Uhr legt sich Matthias zu ihr – so schlafen wir gerade bis ca. 8 Uhr.

Natürlich gibt es auch für die andere Person ein richtig bequemes Bett – das ist während der Fahrt über dem Esstisch platziert und wird später einfach heruntergezogen. Über die Leiter klettert man hinauf. Das Bett hätte auf beiden Seiten ein Sicherheitsnetz, damit man nicht hinunterfallen kann, wie kindersicher das ist, kann ich aber nicht beurteilen. Generell müssen wir uns noch schlau machen, wie wir – vor allem das hintere Bett – am besten sichern, das wird für nächstes Jahr ein großes Thema!

Badezimmer | WC

Von unseren Urlauben mit dem VW Bus kennen wir das System Außendusche und schätzen diese Variante sehr. Deshalb haben wir auch unser Wohnmobil noch extra mit einer ausstatten lassen, damit wir immer im Freien duschen können. Aus diesem Grund war es uns so wichtig, dass WC und Dusche in einem Raum kombiniert sind, damit wir keinen Platz verlieren. Mit einer Jalousietür wird alles abgetrennt.

Außenbereich

Im hinteren Bereich haben wir noch eine große Heckgarage, in der unser ganzer Kram verstaut ist – Campingstühle, Campingtisch, Hochstuhl, Kitezeug, Strandmuschel, Kinderwagen. Und wie schon erwähnt: Unsere (heilige) Außendusche mit Warmwasser!!! Es gibt einfach nichts Schöneres, als nach einem Tag am Strand alles abzuwaschen – mit warmen Wasser!

Weitere Beiträge zum Thema Camping mit dem VW California findet ihr übrigens hier:

Roomtour VW California: So haben wir unseren VW Bus eingeräumt

Camping Q&A Teil 1: Das ist unser VW California

Camping Q&A Teil 2: Das sind unsere Tipps rund ums Wild campieren

Wart ihr auch schon mal campen? Seid ihr eher Team Bus oder Wohnmobil?

5 Comments

  • Reply Richard & Hugo 18/09/2019 at 11:56

    Ein richtig schickes Gefährt, das euch sicherlich an die schönsten Plätze unserer Erde bringt!
    Wir würden auch gerne mal einen Familienurlaub (z.B. eine Bed & Breakfast-Tour durch England) mit Wohnmobil machen (eins besitzen wäre natürlich noch traumhafter). Mal schauen, ob es iwann einmal klappt.

    LG, Richard & Hugo vom https://www.vatersohn.blog/

  • Reply Dr. Annette Pitzer 18/09/2019 at 12:36

    Was für ein Schmuckstück. Die Heckgarage finde ich super praktisch, die darf nicht fehlen.
    Alles Liebe
    Annette

  • Reply Miriam 18/09/2019 at 17:01

    Das Wohnmobil sieht richtig toll aus! Ich habe zwar auch immer von einem VW Bus geträumt, um damit in der Elternzeit durch Norwegen zu fahren, aber dein Text hat mich nun ein wenig daran zweifeln lassen, dass der Platz dafür ausreicht 😉

  • Reply Isa 18/09/2019 at 18:18

    Super spannend einmal mal reinschauen zu können, lieben dank für den Einblick. Wir haben uns vor 2 Jahren für einen Wohnwagen entschieden und sind damit bislang super happy da wir das Auto weiter im Alltag nutzen können. Ich muss aber zugeben, so ein Wohnmobil ist schon verlockend!

  • Reply Ulli 18/09/2019 at 20:53

    Wow, das ist aber eh super geräumig. Hätte ich mir jetzt nicht so vorgestellt, wenn ich ehrlich bin. Sieht super aus und ich stell es mir auch sehr lustig und fein vor, mein eigenes Zuhause mit zu haben.

    Liebst,
    Ulli

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